07433/15932
mv-balingen@t-online.de

Unsere Geschichte

Vorstände

Friedrich Hofmann, Balingen 1908 – 1921
Max Sprandel, Balingen 1921 – 1924
Eugen Speidel, Balingen 1924 – 1934
Hans Schmid, Balingen 1934 – 1950
Hans Esslinger, Balingen 1950 – 1957
Philipp Ott, Balingen 1957 – 1960
Ernst Krämer, Balingen 1960 – 1962
Rudolf Staiger, Balingen 1962 – 1968
Christopf Riedel, Balingen 1968 – 1970
Harry Heyna, Balingen 1970 – 1974
Heinz Rendschmidt, Balingen 1974 – 1982
Walter Hartmann, Balingen 1982 – 1990
Reiner Dehner, Geislingen 1990 – 1994
Tilmann Hesselbarth, Albstadt–Laufen 1994 – 1999
Jürgen Haberbosch, Bisingen 2000 – 2006
Claus Kimmerle/Rainer Ulrich, Gärtringen/Balingen 2006 – 2009
Rudi Mattes, Balingen seit 2009

Dirigenten

Jakob Hermann, Waldstetten 1896 – 1909
Josef Vogt, Bisingen 1910 – 1913
Ernst Hinze, Pforzheim 1913 – 1915
Ferdinand Dehner, Thanheim 1921 – 1930
Reichert, Stuttgart 1930 – 1933
Friedrich Schwenk, Schömberg 1933 – 1939
Otto Sander, Schwenningen 1939 – 1948
Wilhelm Langheinrich, Bocholt 1948 – 1962
Arno Eichler, Tuttlingen 1962 – 1963
Friedrich Schwenk, Schömberg 1963 – 1964
Schlossareck 1964 – 1965
Walter Hengsteler, Balingen 1966 – 1967
Eugen Altheimer, Balingen 1967 – 1974
Wilhelm Langheinrich, Ebingen 1975 – 1975
Bruno Gießer, Dürnn 1975 – 2004
Michael Koch, Mössingen seit 2004

Gib hier deine Überschrift ein

Der Anfang

Als 1996 der Musikverein Balingen auf sein 100-jähries Bestehen zurückblicken konnte, hieß dies jedoch keineswegs, dass die eigentlichen Anfänge von Volks- und Blasmusik nicht viel weiter zurückreichen. In losen Vereinigungen und in den Familien wurde sicher schon seit Jahrhunderten Musik gemacht. Leider ist die Quellenlage darüber sehr dünn, doch soll es im 17. Jahrhundert eine Familie Krauß gegeben haben, in der sich das Amt des Stadtmusikus immer wieder von Vater auf Sohn vererbte. Erwähnt werden auch verschiedene Stadtzinkenisten, wie z.B. Walker, Strasser, Luppold oder Ulrich, der auch Paukenkaspar genannt wurde, und andere. Vom 11. August 1817 berichtet der Chronist, dass bei der Einführung des ersten Garbenwagens nach den Hungerjahren die Schuljugend vom Siechenkirchle bis zur Stadtkirche mit Gesang dem Wagen vorangegangen sei. Zwischen den Knaben und Mädchen sei eine Gruppe von Musikanten spaziert und es wurde eine „prächtige“ Musik gemacht. Nach beendigtem Gottesdienst ging der Zug mit Musik und Gesang zum oberen Tor hinaus und wurde in Johann Georg Stings Wirtsscheune geführt. Vermutlich bestand die Hauptaufgabe dieser Musikanten im Turmblasen und Spielen bei Hochzeiten und sonstigen festlichen Angelegenheiten. Diese Aufgabe hatte sich auch die Jäckh‘ sche Kapelle gestellt, die gegen Ende des letzten Jahrhunderts in Balingen und Umgebung bekannt war.
Bei größeren Anlässen musste sie sich allerdings mit Musikern der umliegenden Dörfer verstärken und wegen Mangel an Nachwuchs löste sie sich 1896 auf.

  

Die Jahrhundertwende

Nun war allerdings auch vor hundert Jahren eine Stadt ohne Musikkapelle schwer vorstellbar. Stadtschultheiß Eisele und seine Gemeinderäte berieten daher am 14.1.1896, wie man die städtische Musik auffrischen könnte. Kaum zwei Wochen später hatten sich 16 Aktive gemeldet und im „Volksfreund“ wurde die Bevölkerung zur (finanziellen) Unterstützung der Kapelle aufgerufen. Wie wichtig die Angelegenheit war, wird auch durch die Einstellung von Jakob Hermann aus Waldstetten als Musikdirektor deutlich. Hermann bekleidete dieses Amt bis 1909. Allerdings war die Zahl der Aktiven bis 1908 wieder auf 12 geschrumpft und so musste gehandelt werden, wollte man die drohende Auflösung verhindern.
Stadtschultheiß Hofmann riet deshalb am 1.2.1908 im „Volksfreund“ zur Gründung eines Vereins (im heutigen Sinne) auf. Bei der Gründungsversammlung am 6. Mai übernahm Hofmann den Vereinsvorsitz und über 250 (!!!) Bürger traten dem Verein bei (man bedenke, dass Balingen damals knapp 4000 Einwohner hatte). Weitere aktive Musiker kamen hinzu und durch die Auflösung des Salonorchesters 1909 erhielt die Kapelle erneut Verstärkung. Man hatte sicher ehrgeizige Ziele. 1910 erfolgte ein Dirigentenwechsel und 1913 konnte mit Ernst Hinze aus Pforzheim ein früherer Musikunteroffizier, also ein Berufsmusiker, für das Amt des Dirigenten gewonnen werden. Die positive Entwicklung wurde aber durch den 1. Weltkrieg unterbrochen. Das Vereinsleben kam zum Erliegen.
Die Jahre nach dem 1. Weltkrieg scheinen ebenfalls schwierig gewesen zu sein. Offensichtlich begann erst 1921 eine kontinuierliche musikalische Arbeit unter dem neuen Dirigenten Ferdinand Dehner aus Thanheim. Für ihn muss es ein Anliegen gewesen sein, junge Musiker auszubilden. Der langjährige Klarinettist, Vorstand und Ehrenvorstand Rudolf Staiger berichtete immer, dass er und andere Jugendliche zu Fuß nach Thanheim gegangen seien, um dort Unterricht zu erhalten. Auch von einem der ersten Wertungsspiele nach dem Kriege wusste Staiger zu berichten, das die damaligen Schwierigkeiten charakterisiert. In der Beurteilung habe sinngemäß gestanden: „Stimmung unerträglich! Die Kapelle steckt noch zu sehr in den Kinderschuhen.“ Als 1924 der Malermeister Eugen Speidel den Vereinsvorsitz übernahm, hatte sich offensichtlich die Situation gebessert.
Das Amt des Vorsitzenden hatte Speidel 10 Jahre inne, und als er zurücktrat, wurde er für seine engagierte und erfolgreiche Arbeit zum Ehrenvorstand ernannt. In Speidels Amtszeit fällt auch die erste Anschaffung von Uniformen als Äußeres der Zusammengehörigkeit.

Anfang des letzten Jahrhunderts

Auch musikalisch ging es unter Dirigent Dehner voran. Dehner gliederte dem Verein eine Abteilung für Streichmusik an und frühere Festschriften berichten von Erfolgen bei verschiedenen Wettbewerben. So war der Verein 1927 gefestigt genug, um vom 28. bis 30. Mai das 12. Gaumusikfest ausrichten zu können. Dass ein Verein nicht nur schmückendes, unpolitisches Beiwerk des städtischen Lebens ist, sondern dass sich in ihm auch der jeweilige Zeitgeist und die politischen Zwänge widerspiegeln, wurde am 8. Mai 1933 deutlich. Der national-sozialistischen Gleichschaltung der Vereine konnte auch der Musikverein Balingen nicht entgehen. Nach längerer Debatte, über die der „Volksfreund“ am 10. Mai berichtete, bei der selbstverständlich auch Vertreter der NSDAP anwesend waren, trat der Verein geschlossen, wenn auch nicht wie gefordert der SA, so doch der NSDAP bei.
Knapp 10 Jahre durfte die ‚Ortsgruppenkapelle‘ Pflegestätte deutscher Musik, vor allem der „wuchtig klingenden Marschweisen“ sein (so Kreisleiter Kiener in der damaligen Sitzung). Der Krieg verschonte auch die Mitglieder der Kapelle nicht. Über die Hälfte der Aktiven musste den Verein verlassen, das Vereinsleben kam erneut zum Erliegen.
Bereits wenige Wochen nach Kriegsende, am 6.8.1945, stellte man jedoch einen Antrag auf Probengenehmigung. Unter dem Dirigenten Otto Sander, der 1939 die Nachfolge des erkrankten Friedrich Schwenk antrat, kam es 1946 bei einem Besuch Carlo Schmidts zum ersten größeren Auftritt nach dem Krieg. Wohltätigkeitskonzerte zugunsten der Kriegsgefangenen und Kriegsversehrten folgten. Als 1948 das Amt des Dirigenten an Wilhelm Langheinrich ging, begann für den Musikverein Balingen eine Zeit konstanten Aufstiegs bis hin zur damaligen Kunststufe. Als Höhepunkte seien stellvertretend das vom Verein 1950 ausgerichtete Stadtfest und die Teilnahme am Landesmusikfest in Aalen 1954, wo die Kapelle hervorragend abschnitt, genannt. Wie fruchtbar und erfreulich die Zusammenarbeit auch für den Dirigenten war, zeigt sich auch an der Tatsache, dass Langheinrich 1975, bereits als Pensionär, sich sofort bereit erklärte, den Musikverein Balingen an Stelle des erkrankten MD Eugen Altheimer zum Bundesmusikfest nach Ebingen zu führen. Auch danach blieb er bis zu seinem Tod eng mit dem Verein verbunden und 1982 hatten die Musiker die Ehre, die von ihm komponierte „Musik zu einem flämischen Puppenspiel“ in einem Sonderkonzert in der Stadthalle uraufzuführen.
Viele der noch heute Aktiven erinnern sich gern an Langheinrichs konzentrierte und doch humorvolle Probenarbeit. Doch wollen wir zum chronologischen Ablauf zurückkehren.

Mitte des letzten Jahrhunderts

Als Langheinrich 1960 wegen Arbeitsüberlastung seine Stelle in Balingen aufgeben musste, kamen für den Verein wieder schwierige Zeiten und eine Auflösung der Kapelle drohte. Zahlreiche Aktive verließen den Verein und auch die Dirigentenfrage konnte angesichts der gespannten finanziellen Lage lange nicht befriedigend gelöst werden. Umso höher ist der Idealismus, das Durchhaltevermögen und der finanzielle Opfersinn der verbliebenen aktiven Mitglieder, unterstützt von manchem Passiven, einzuschätzen. Unter der umsichtigen und vermittelnden Leitung des damaligen Vorsitzenden Rudolf Staiger wurde die Krise überwunden und schon 1966 fühlte man sich gefestigt genug, das Kreismusikfest durchzuführen.Sieht man sich die Aktivitäten des Vereins in der damaligen Zeit an, so sind sie Zeugnis einer optimistischen Aufbruchstimmung. Erwähnt seien nur die Heimatabende mit anderen Balinger Vereinen, die Auslandsfahrten nach Heiming und Brie-Comte-Robert, eine Rundfunkaufnahme, die erfolgreiche Teilnahme am Bundesmusikfest in Sindelfingen und das 75jährige Vereinsjubiläum 1971 unter der Vorstandschaft von Harry Heyna eine Woche lang wurde der Balinger Bevölkerung ein hervorragendes Programm unterschiedlichster Ausrichtung geboten.
War es für den organisatorisch-geselligen Teil der langjährige zweite Vorstand und Geschäftsführer Werner Lacher, so ist der musikalische Fortschritt Eugen Altheimer zu verdanken, der im September 1967 als städtischer Musikdirektor die musikalische Leitung des Vereins, der damals 35 Aktive, darunter fünf Jugendliche umfasste, übernahm. Leider musste MD Altheimer 1974 krankheitshalber überraschend zurücktreten und konnte so die Früchte seiner Arbeit, nämlich die Rückführung der Kapelle an das Niveau der Höchststufe, nicht mehr selbst einfahren.
Doch Dank seiner Vorarbeit und der Bereitschaft von MD Langheinrich die musikalische Leitung noch einmal kurz zu übernehmen (s.o.), erspielte die Kapelle beim Bundesmusikfest in Ebingen in der Höchststufe einen ersten Rang mit Auszeichnung.

Die Neuzeit

Der jüngste Abschnitt in der Vereinsgeschichte, den man wohl als den erfreulichsten zusammenhängenden Zeitraum seit der Gründung nennen darf, begann 1975. Zum einen ist dies zweifellos auf die stabilen politischen Verhältnisse und den Wohlstand in unserem Land zurückzuführen, zwei Faktoren, die früher leider allzu oft nicht gegeben waren. Zum anderen hatte der Verein mit Heinz Rendschmidt und Walter Hartmann zwei Vorstände, die sich eine unermüdlich für den Verein einsetzten und für die notwendige Kontinuität und Ruhe sorgten, die musikalische Arbeit sehr erleichtern. Nicht umsonst wurden sie bei ihrem Ausscheiden 1982 bzw. 1990 zu Ehrenvorständen ernannt. Auch Reiner Dehner (1990-1994), Tilmann Hesselbarth (1994 – 2000), Jürgen Haberbosch (2000-2006), Claus Kimmerle und Rainer Ulrich (2006-2009) und derzeit Rudi Mattes führten und führen den Verein in diesem Sinne weiter.
Musikalisch gesehen ist es jedoch der Abschnitt von MD Bruno Gießer. Als dieser 1975 den Dirigentenstab übernahm, trat er nach Langheinrich und Altheimer sicher kein leichtes Amt an. Dem ehemaligen Trompeter am Stadttheater Pforzheim gelang es jedoch bald, die Kapelle zu prägen und weiter nach vorne zu bringen So etablierte sie sich als erfolgreiche Höchststufenkapelle und es gibt sicher nicht allzu viele Orchester in dieser Stufe, die sich so oft der Kritik bei Wertungsspielen auf Kreis- und Landesebene stellten und fast immer hervorragend abschnitten.
Wertungsspiele sind jedoch nur ein Aspekt im Wirken einer Kapelle. Ebenso wichtig sind sicher Konzerte. Unter Bruno Gießer wurde es Tradition Passive und alle Freunde der Blasmusik i.d.R. zweimal im Jahr in die Stadthalle einzuladen. Doch auch rein volkstümliche Konzerte gestalten Bruno Gießer und der Musikverein Balingen nicht weniger begeistert. Gerne erinnern sich Musiker wie Publikum an Abende wie „Wien bleibt Wien“, „Reise nach Russland“, „Aus Böhmen kommt die Musik“ oder die „Reise durch Berlin“. Weitere Akzente sind Gemeinschaftskonzerte mit Vereinen aus der näheren und weiteren Umgebung sowie Kirchenkonzerte.
Nicht aus dem Vereinsleben wegzudenken ist seit langem unser alljährliches Gartenfest, das normalerweise in den Eyach Auen stattfindet Gerade hier zeigt sich der gute Teamgeist zwischen allen Altersgruppen der aktiven Musiker sowie auch zahlreicher Passiver.

Im Jahr 2004 verabschiedet der Musikverein Balingen nach 29 erfolgreichen Jahren ihren Dirigenten Bruno Gießer in den wohlverdienten Ruhestand. Nach einigen Probedirigaten wird als sein Nachfolger Michael Koch aus Mössingen angestellt. Er tritt in große Fußstapfen, welche er sich aber schon nach kurzer Zeit passend gemacht hat. Mit viel neuem Schwung und Ideen, kann er die aktiven Musiker und Musikerinnen aufs Neue begeistern.
Nach einem Jahr „Einarbeitungszeit“ und ein paar Wochen harten Trainings stellt der Musikverein 2006 gleich bei zwei Wertungsspielen sein Können unter Beweis.
In diesem Jahr hat auch ein neuer Vorstand sein Amt angetreten: Claus Kimmerle.
Das immer besser besetzte Orchester läuft unter Koch zu neuer Form auf. Sowohl musikalisch als auch kameradschaftlich wächst der Verein wieder neu zusammen und es gibt ein ganz neues Wir-Gefühl.
Ein Höhepunkt war unbestritten das Wertungsspiel in Owingen 2008. „Mit hervorragendem Erfolg teilgenommen“ lautete das Ergebnis in der Oberstufe.
Im Jahre 2009 stand ein erneuter Vorstandwechsel an. Der Musikverein bricht mit einer Jahrzehnte langen Tradition. Der neue Vorstand, Rudi Mattes, ist kein Sparkassenchef, sondern ein Musiker aus eigenen Reihen.
Nach langer Pause gab es 2009 wieder eine kleine Konzertreise. Der Musikverein spielte beim Maibaumstellen in Tiefenbach und gab ein Konzert im Kurhaus in Oberstdorf.
Im darauffolgenden Jahr stand die Teilnahme beim Landesmusikfest in Metzingen auf dem Programm.
Neben den Kritikspielen standen aber auch anspruchsvolle Kirchenkonzerte, z. B. Mit der Kantorei der evangelischen Kirche, oder auch diverse Auftritte bei befreundeten Musikvereinen im Vordergrund.
Seit einigen Jahren kann der Musikverein die Früchte der Arbeit im Musikus ernten und es kommen immer mehr Jungmusiker nach. Mit diesem neuen Potential wird der Musikverein Balingen auch weiterhin aktiv das Geschehen der Stadt mit gestalten.

Highlights

Der jüngste Abschnitt in der Vereinsgeschichte, den man wohl als den erfreulichsten zusammenhängenden Zeitraum seit der Gründung nennen darf, begann 1975. Zum einen ist dies zweifellos auf die stabilen politischen Verhältnisse und den Wohlstand in unserem Land zurückzuführen, zwei Faktoren, die früher leider allzu oft nicht gegeben waren. Zum anderen hatte der Verein mit Heinz Rendschmidt und Walter Hartmann zwei Vorstände, die sich eine unermüdlich für den Verein einsetzten und für die notwendige Kontinuität und Ruhe sorgten, die musikalische Arbeit sehr erleichtern. Nicht umsonst wurden sie bei ihrem Ausscheiden 1982 bzw. 1990 zu Ehrenvorständen ernannt. Auch Reiner Dehner (1990-1994), Tilmann Hesselbarth (1994 – 2000), Jürgen Haberbosch (2000-2006), Claus Kimmerle und Rainer Ulrich (2006-2009) und derzeit Rudi Mattes führten und führen den Verein in diesem Sinne weiter.
Musikalisch gesehen ist es jedoch der Abschnitt von MD Bruno Gießer. Als dieser 1975 den Dirigentenstab übernahm, trat er nach Langheinrich und Altheimer sicher kein leichtes Amt an. Dem ehemaligen Trompeter am Stadttheater Pforzheim gelang es jedoch bald, die Kapelle zu prägen und weiter nach vorne zu bringen So etablierte sie sich als erfolgreiche Höchststufenkapelle und es gibt sicher nicht allzu viele Orchester in dieser Stufe, die sich so oft der Kritik bei Wertungsspielen auf Kreis- und Landesebene stellten und fast immer hervorragend abschnitten.
Wertungsspiele sind jedoch nur ein Aspekt im Wirken einer Kapelle. Ebenso wichtig sind sicher Konzerte. Unter Bruno Gießer wurde es Tradition Passive und alle Freunde der Blasmusik i.d.R. zweimal im Jahr in die Stadthalle einzuladen. Doch auch rein volkstümliche Konzerte gestalten Bruno Gießer und der Musikverein Balingen nicht weniger begeistert. Gerne erinnern sich Musiker wie Publikum an Abende wie „Wien bleibt Wien“, „Reise nach Russland“, „Aus Böhmen kommt die Musik“ oder die „Reise durch Berlin“. Weitere Akzente sind Gemeinschaftskonzerte mit Vereinen aus der näheren und weiteren Umgebung sowie Kirchenkonzerte. Nicht aus dem Vereinsleben wegzudenken ist seit langem unser alljährliches Gartenfest, das normalerweise in den Eyach Auen stattfindet Gerade hier zeigt sich der gute Teamgeist zwischen allen Altersgruppen der aktiven Musiker sowie auch zahlreicher Passiver.